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Inline-Skating mit ISS

Geschichte

 

Rollschuhe gibt es seit etwa 1760. Als Erfinder gilt Jean-Joseph Merlin. Schon damals wurden Rollschuhe auf einem Ball in London vorgeführt-mit Rollen hintereinander.

Im Laufe der Zeit wurden Modelle mit Rollen immer weiterentwickelt. Erst um 1850 (ein unbekannter Londoner ließ sich 1852 die ersten Rollschuhe mit vier Rädern patentieren) wurden die Rollerskates- auch Quads genannt- entwickelt und auf den Markt gebracht.

Um 1990 kamen die Inlineskates wieder neu auf den Markt. Eishockeyspieler in den USA brauchten ein Trainingsgerät für den Sommer, aus dieser Intension heraus wurden die Inlineskates neu entwickelt. Als erste Firma nahm "Rollerblade" den Trennt auf und vermarktete diese Inliner intensiv im Massenmarkt. Alle modernen Inlineskates sind somit von Rollerblade inspiriert, was auch zur Umgangssprachlichen Bezeichnung führte.

Die verschiedenen Arten von Inlineskates

Hardbootskates - bestehen im Wesentlichen aus harten Materialien. Harte Außenschale miit weichem Innenschuh. Am meisten im Street- und Stuntbereich verbreitet, da sie im Vergleich zu Softboots mehr Halt bieten.

Softboots - bestehen hauptsächlich aus weichen Materialien. Hier erfüllt im Wesentlichen Stoff die Aufgabe, den Fuß zu stützen und zu polstern. Wegen ihrer Bequemlichkeit und ihres Designs setzten sie sich besonders im Hobby- und Fitness-Bereich bis heute durch.

Hockeyskates - bestehen aus einem harten, vom Eishockey übernommenen Schuh mit  harter Schuhspitze, bei dem an Stelle der Kufe die Inline-Schiene untergebaut ist. Bei ihnen sind auch keine Bremsklötze angebaut, da der Bremsvorgang beim Inline-skater-hockey ähnlich dem Bremsen beim Eishockey ist.

Speedskates - sind spezielle Inlineskates, die auf Grund ihrer Bauform höhere Geschwindigkeiten ermöglichen und im Rennsport eingesetzt werden. Spezielles Merkmal der Speedskates ist die geringe Höhe des Schuhs, welcher nur bis zum Knöchel reicht. Dadurch ist eine höhere Beweglichkeit im Knöchelbereich gegeben, die für das Rollen auf den äußeren und inneren Rollenkanten notwendig ist. Außerdem heben sie sich durch ihre leichte Bauweise - oft wird Kohlenstofffaser für den Schuh verwandt - und längere Aluminiumschienen(Frame) hervor. Die Verwendung von Materialien wie Aluminium und Magnesium für die Schiene sorgt für eine bessere Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und bei starken Belastungen in den Kurven. Nach intern. Reglement sind bis zu sechs Rollen in einem maximal 500 mm langen Frame erlaubt. Die maximale Rollengröße ist generell auf 110 mm begrenzt.

Street- oder Aggressive-Skates - sind spezielle Inlineskates, die extra für "härteres" , anspruchvolleres Skaten gemacht worden sind wie zum Beispiel: Sprünge, Halfpipes, Rampen, Slides, Slalom, Treppenfahren und ähnliche Fahrweisen. (Freestyle- Aggressive-Skating).

Grindwheels - Die in der Mitte sitzenden kleinen Räder nennt man Grindwheels. Diese haben den Sinn, das Grinden(Rutschen auf Treppengeländer) zu erleichtern. Sie sind kleiner und härter als die anderen Rollen des Skates.

Bremsen - Gebremst werden Inlineskates normalerweise mit einem Gummistopper an der Ferse oder durch Querstellen eines Fußes oder beider Füße oder aber der T-Bremse. Bis heute gab es immer wieder neue Versuche, das Bremsen zu erleichtern. Unter Anderen hat die Firma Rollerblade ein System namens: "Active Brake Technology" angeboten. Hierbei drückt die Wade über einen Hebel den Stopper auf den Boden, während der Fuß nach vorne gestellt wird. Dieses Verfahren hilft dem Anfänger bei niedriger Geschwindigkeit und hat den Vorteil, dass er alle Rollen auf dem Boden halten kann und so leichter in der Spur bleibt. Für höhere Geschwindigkeiten waren bisher die Stopper mit einer größeren Bodenfreiheit deutlich effektiver, weil sie eine stärkere Anwinklung des Fußes und eine bessere Kraftübertragung ermöglichen. Ein anderes Bremssystem  arbeitet mit auf einer Achse einer Rolle montierten Reibscheiben, die bei einer bestimmten Fußstellung die Rollen abbremsen sollten. Diese haben sich nie durchgesetzt und sind vom Markt verschwunden.

ISS- R-Brake-System - Mit der genialen Konstruktion dieses neuen Bremssystems ist endlich ein sicheres und spurtreues Bremsen auch für Fahranfänger und weniger Geübte möglich. Die Konstruktion der Schiene führt die Bremsleistung dorthin, wo sie hingehört: in das Rollensystem selbst. Das hintere Rollenpaar des rechten oder linken Skates ist unter der Ferse beweglich gegen die Fußebene angeordnet. Stabile Federn halten es in seiner Normalposition und ermöglichen sicheres Skaten wie bei einer konventionellen Schiene. Durch Anheben der Schuhspitze wird die Bremse (zwei Backenbremsen an der dritten und vierten Rolle) aktiviert. Die Bremskraft wird mit zunehmendem Winkel größer. Biomechanisch günstig durch die Anordnung der Kraftübertragung der Bremse - sie befindet sich direkt unter dem Körperschwerpunkt, unter der Ferse, was einen stabilen Stand bedeutet (bei den Stopperbremsen liegt der Schwerpunkt deutlich dahinter), was  wesentlich Instabiler ist! Das hintere Rollenpaar behält beim Bremsen Bodenkontakt, bleibt dabei Richtungsstabil und lenkbar. Die Bremswirkung ist je nach Körpergewicht einstellbar, sehr effektiv und bis zur Vollbremsung gut dosierbar.

ISS - Schiene - Durch die Verwendung neuer, intelligenter Materialien, d.h. Kunststoffe, die auch im Automobil- und Flugzeugbau ihre Anwendung finden, konnte diese neuartige Schiene entwickelt werden. Sie ist dadurch extrem belastbar und gleichzeitig sehr leicht. Alle anderen Bauteile (Achsen, Lagerbauteile) sind aus rostfreiem Stahl gefertigt. Die Bremse ist durch ihre Funktionsweise und die Materialauswahl nahezu abnutzungsfrei. Sie funktioniert mit den handelsüblichen Rollen.

Endlich ist eine jahrzehntelange Entwicklung, hin zu einer wirklich sicheren und einfachen Bremse bei den Inlinerskates, abgeschlossen.

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